Wir kaufen einen Zoo

Aus Cinoku
Version vom 2. Februar 2012, 19:09 Uhr von Till Kraemer (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Film | Titel = | Bild = Wir kaufen einen Zoo.jpg | Beschreibung = | Originaltitel = We Bought a Zoo | Regie …“)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wir kaufen einen Zoo
Wir kaufen einen Zoo.jpg
Originaltitel: We Bought a Zoo
Erscheinungsdatum: 3. Mai 2012
Laufzeit: 123 Minuten

Wir kaufen einen Zoo ist ein Kinospielfilm.

Fakten

Altersfreigabe: ab 0 Jahren
Kinostart (Deutschland): 3. Mai 2012
Verleih (Deutschland): Twentieth Century Fox

Besetzung

  • ANGUS MCFAYDEN
  • COLIN FORD
  • ELLE FANNING
  • JOHN MICHAEL HIGGINS
  • MAGGIE ELIZABETH JONES
  • MATT DAMON
  • PATRICK FUGIT
  • SCARLETT JOHANSSON
  • THOMAS HAYDEN CHURCH

Handlung

Tagline

Das Abenteuer unseres Lebens.

Kurzinhalt

Benjamin Mee (Matt Damon) ist ein Zeitungskolumnist und Abenteuer-Journalist in Los Angeles, der nach dem Tod seiner Frau vor der Herausforderung steht, die beiden Kinder alleine großzuziehen. In der Hoffnung, dass ein Neuanfang in der Familie für neuen Lebensmut und Schwung sorgt, kündigt Mee seinen Job und kauft ein Landhaus samt riesigem Grundstück. Der neue Wohnsitz hat dabei allerdings mehr zu bieten als Küche, Bad und viel Platz zum Spielen. Denn zu den mehr als 70.000 Quadratmetern gehört auch der Rosemoor Animal Park – ein Zoo, in dem Dutzende Tiere leben, die von Tierpflegerin Kelly Foster (Scarlett Johansson) und ihrem engagierten Team betreut werden.

Ohne auch nur die geringste Erfahrung, unter größter Zeitnot und mit viel zu knappem Budget macht sich Mee daran, den Zoo mit Hilfe seiner Familie und der örtlichen Bevölkerung wieder zu eröffnen. Zum ersten Mal berichtet Benjamin nicht über irgendein aufregendes Geschehen, er erlebt das Abenteuer am eigenen Leib. Und das auch noch mitten in seinem Vorgarten!

Hintergrund

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre WIR KAUFEN EINEN ZOO für Regisseur Cameron Crowe eine Kehrtwende, erzählten doch seine bisherigen Filme wie JERRY MAGUIRE („Jerry Maguire – Spiel des Lebens“, 1996) oder ALMOST FAMOUS (‚Almost Famous – Fast berühmt“, 2000) ausgesprochen persönliche Geschichten. ALMOST FAMOUS etwa, für dessen Drehbuch Crowe mit dem Oscar® ausgezeichnet wurde, basierte auf seinen Erfahrungen als junger Journalist beim Magazin Rolling Stone. Im Gegensatz dazu erzählt WIR KAUFEN EINEN ZOO die Geschichte eines anderen Mannes: die von Benjamin Mee, dessen autobiografisches Buch „Wir kaufen einen Zoo: Eine ganz normale Familie, ein bankrotter Tierpark und 200 wilde Tiere“ die Grundlage für den Film bildet. „Tatsächlich war dieser Film für mich anders als meine bisherigen, denn es ging mir nicht um persönliche Erlebnisse“, berichtet Crowe. „WIR KAUFEN EINEN ZOO entstand aus dem Bedürfnis heraus, die Geschichte von Benjamin Mee zu erzählen.“

Doch während der Mitarbeit am Drehbuch und des Inszenierens des Films machte Crowe eine überraschende Entdeckung. „Die Auseinandersetzung mit Benjamins Geschichte erwies sich letztlich als genauso persönlich wie all meine bisherigen Filme“, gibt er zu. „Einer der Hauptgründe diesen Film zu drehen war sicherlich, dem Publikum ein bisschen Freude zu schenken. Ich liebe es, dass WIR KAUFEN EINEN ZOO ein Film ist, der einen Freude fühlen lässt. Es geht um das Gefühl am Leben zu sein und einen großen Verlust in etwas Inspirierendes zu verwandeln.“

„Diese Geschichte erfüllt einen mit Lebenslust und Liebe, zu Menschen genauso wie zu Tieren“, freut sich der Regisseur. „Sie handelt aber eben auch davon, dass man im Leben Risiken eingehen muss. Viele der größten Errungenschaften der Menschheit gibt es nur, weil jemand bereit war, wirklich viel zu riskieren. Und so stehen diese Geschichte und ihre Figuren für alles, was ich im Kino liebe.“

Noch bevor Crowe überhaupt in das Projekt involviert war, hatte Benjamin Mees Autobiografie die Aufmerksamkeit der Produzentin Julie Yorn erregt, deren Firma unter dem Dach von Twentieth Century Fox agiert. „Der Titel machte mich sofort neugierig“, erinnert sie sich. „Wir kaufen einen Zoo? Was soll das bedeuten? Wer kauft einen Zoo? Als ich dann erfuhr, dass es um einen Mann geht, der mehr oder weniger zufällig und aus einer Laune heraus mit seiner Familie in einem Zoo landet, fand ich diese Geschichte auf Anhieb herzerwärmend und inspirierend.“

Nachdem sie das Buch gelesen und auch die BBC-Dokureihe über Mees Erlebnisse gesehen hatte, traf sich Yorn persönlich mit dem Briten um ihn davon zu überzeugen, „dass ich den geeigneten Weg finden würde, seine Geschichte auf der Leinwand zu erzählen“, wie sie selbst sagt.

Sobald die Filmrechte gesichert waren, entschieden sich Yorn und das Studio für Aline Brosh McKenna (THE DEVIL WEARS PRADA („Der Teufel trägt Prada“, 2006)) als Autorin der Drehbuchfassung. Auch sie fand Mees Geschichte fesselnd, rührend und anregend. Schon beim Anblick des Buchcovers hatte sie den kompletten Film vor Augen, wie sie sich erinnert: „Ich liebe so genannte ‚Workplace-Filme’. Und was gibt es für einen großartigeren Arbeitsplatz als einen Zoo?! Ich hatte das Buch kaum in der Hand, da war ich von der Idee für diesen Film schon begeistert.“

Mees schwierige Lage als vollkommen unerfahrener – und reichlich ungewöhnlicher – Zoowärter bot der Autorin jede Menge Stoff für komplexe Handlungsstränge, Konflikte und Figuren. Seine Erfahrungen, so McKenna, ergeben einfach eine „unglaublich tolle und sehr menschliche Geschichte, ebenso lustig wie herzzerreißend. Im Grunde ist es eine klassische ‚fish out of water’-Geschichte, denn er befindet sich ja plötzlich an einem Ort, an dem er sich kein bisschen auskennt. Was er getan hat, war eigentlich vollkommen verrückt. Nur eben im positiven Sinne verrückt.“ Und sie fährt fort: „Einen eigenen Zoo im Garten zu haben, ist für viele sicherlich ein heimlicher Traum. Die Vorstellung, all die verschiedenen Tiere zu seiner erweiterten Familie zählen zu können, ist großartig. Der Film nimmt uns mit hinter die Kulissen eines Zoos und zeigt, womit man es dort tagtäglich zu tun hat.“ Mit McKennas erster Drehbuchfassung in der Hand machten sich Yorn und das Studio auf die Suche nach einem geeigneten Regisseur. Dabei wurde schnell klar, dass niemand anderes als der gefeierte Filmemacher Cameron Crowe mit seinen viel beachteten Fähigkeiten als Regisseur und Autor bestens dafür geeignet war, Mees witzige und ergreifende Geschichte auf die Leinwand zu bringen. Schließlich hatte Crowe mit Filmen wie SAY ANYTHING („Teen Lover“, 1989), JERRY MAGUIRE („Jerry Maguire – Spiel des Lebens“, 1996) oder ALMOST FAMOUS (‚Almost Famous – Fast berühmt“, 2000) schon mehrfach unter Beweis gestellt, wie leichtfüßig er die unterschiedlichen Genres Komödie und Drama miteinander vereinen kann, stets mit einem besonderen Augenmerk auf das Thema Familie und einer großen Portion Optimismus. So begeistert Yorn von der Idee war, Crowe mit der Inszenierung von WIR KAUFEN EINEN ZOO zu betrauen, so wenig Hoffnung machte sie sich, dass er daran überhaupt interessiert sein könnte. „Ich wusste natürlich, dass Cameron noch nie einen Film gedreht hatte, den er nicht von Anfang an selbst entwickelt hatte“, erklärt Yorn. „Gleichzeitig aber fand ich, dass eine Geschichte über Verlust und das Verheilen von Wunden zu seinen früheren Arbeiten passt. Und ich wusste, dass er selbst Kinder hat. Deswegen hatte ich zumindest ein winziges Fünkchen Hoffnung, dass Cameron einen Zugang zu dieser Geschichte finden würde. Als dann der Anruf kam, dass ihm unser Drehbuch gut gefallen habe, waren wir begeistert!“

„Unter den Filmemachern unserer Zeit gehört Cameron Crowe definitiv zu meinen Idolen, er inspiriert mich sehr. Nicht nur als Regisseur, sondern auch als Mensch“, erinnert sich Autorin McKenna an ihre Freude über die Nachricht, dass man ihr Skript an Crowe geschickt habe. „Das erste, woran ich bei seinen Filmen denke, ist das Wort Menschlichkeit. Er hat so unglaublich viel Mitgefühl für seine Figuren, ist so ein hervorragender Beobachter unserer Gesellschaft und erzählt mit so viel Witz und Verständnis von der Art und Weise, wie wir unser Leben bestreiten.“

Nach ihrem ersten Treffen mit Crowe war Yorn davon überzeugt, dass die Geschichte Crowe nahe gegangen war: „Benjamins Willenskraft und seine Entschlossenheit schienen Cameron angesprochen zu haben. Genau wie die Magie und Poesie dieses Zoos als Handlungsort, der sofort seine Phantasie anregte.“ „Alines Drehbuch setzte einen großen Schwerpunkt der Geschichte auf die Figuren, was mit sehr gut gefiel und mich an einige meiner Lieblingsfilme erinnerte“, erklärt Crowe sein Interesse. „Das Zusammenspiel aus ihrem Skript und Benjamin Mees Buch gab für mich letztlich den Ausschlag zuzusagen. In beiden steckte das Potential für einen großartigen Film. Ich konnte quasi sofort die Musik dieser Geschichte hören und schloss die Familie Mee auf Anhieb in mein Herz.“

Crowe nahm sich des Drehbuchs an und verpasste ihm seinen eigenen Touch, wie Yorn erläutert: „Er wollte der Version, die Aline geschaffen, ohne Frage gerecht werden, aber gleichzeitig noch näher an der echten Geschichte bleiben. Cameron wollte noch tiefer in die Figur des Protagonisten eindringen und so dem Film ein wenig mehr Seele und Poetik verpassen. Man muss sich nur sein bisheriges Werk ansehen um zu wissen, dass niemand gefühlvoller von der Familie Mee hätte erzählen können als er.“

Trailer