This is Love

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This is Love
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Regie: Matthias Glasner
Drehbuch: Matthias Glasner
Produktion: Badlands Film
Besetzung: Corinna Harfouch
Devid Striesow
Ernst Stötzner
Jens Albinus
Jesper Christensen
Jürgen Vogel
Lisa Nguyen
Tatja Seibt
Valerie Koch
Kamera: Sonja Rom
Erscheinungsdatum: 19. November 2009
Produktionsjahr: 2008
Laufzeit: 110 Minuten
Land: Deutschland
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This is Love ist ein Kinospielfilm.

Fakten

Altersfreigabe: ab Anzahl Jahren

Besetzung

Corinna Harfouch: Maggie
Devid Striesow: Roland
Ernst Stötzner: Jörg
Jens Albinus: Chris
Jesper Christensen: Vater von Chris
Jürgen Vogel: Holger
Lisa Nguyen: Jenjira
Tatja Seibt: Mutter von Chris
Valerie Koch: Nina

Handlung

Eigentlich wollte die Kriminalkommissarin Maggie (Corinna Harfouch) nur schnell etwas Alkohol einkaufen, um das Abendessen mit ihrer erwachsenen Tochter Nina (Valerie Koch) durchzustehen. Doch als Nina am Abend vor Maggies Tür steht, um ihrer Mutter das erste Mal ihren Verlobten vorzustellen, ist Maggie komplett betrunken: Seit Maggies Ehemann vor 16 Jahren ganz plötzlich verschwand, und Maggie mit ihrer damals achtjährigen Tochter allein blieb, verläuft das Leben der desillusionierten Kommissarin nicht mehr in geraden Bahnen. Zwischen in der Kneipe durchzechten Nächten mit ihrem Teilzeitliebhaber Jörg (Ernst Stötzner) und verkaterten Morgen im Polizeibüro neben ihrem langjährigen, teilnahmsvollen Kollegen Roland (Devid Striesow) taumelt die Kommissarin in einen neuen, ungewöhnlichen Fall, als ihr der verschlossene Chris (Jens Albinus) zum Verhör vorgeführt wird.

Chris, der mit seinem Freund Holger (Jürgen Vogel) in Vietnam Kinder aus Bordellen freikauft, um sie dann in Deutschland an adoptionswillige „Eltern“ zu verkaufen, ist mit der neunjährigen Jenjira (Lisa Nquyen) aus Saigon nach Deutschland eingereist. Um nicht aufzufallen, hat er Jenjira als seine Tochter ausgegeben. Doch diesmal hat Chris Schwierigkeiten, das Kind wie geplant zu verkaufen. Nach und nach erregt er mit seiner angeblichen Tochter, die nur wenig Englisch und kein Deutsch spricht, in der bezogenen Mietwohnung das Aufsehen der Nachbarn und später auch des Jugendamts. Gleichzeitig warten die asiatischen Zuhälter und ihre Helfer in Deutschland noch auf die Bezahlung des Mädchens und üben immer handfesteren Druck aus. Auch Chris’ Vater (Jesper Christensen), von dem er sich eigentlich längst abgewandt hat, will finanziell nicht einspringen, denn er ahnt, dass die Motive seines Sohnes für die Befreiungsaktion einen tiefer liegenden Grund haben.

Die traumatisierte Jenjira hingegen blüht in der ihr unbekannten Umgebung auf, ein Vertrauensverhältnis entwickelt sich zwischen ihr und Chris. Ein Verhältnis, das Chris jedoch in große Nöte bringt, weil es Gefühle hervorruft, die er sich nie eingestehen wollte. Als er deshalb noch das einzige an Jenjira interessierte Paar ablehnt, dämmert es auch Holger, wieso sein Freund sich nicht von dem Mädchen trennen will.

Im kahlen Verhörraum des Polizeireviers reagiert die genervte, unkonzentrierte Kommissarin anfangs kaum auf den schweigsamen Mann. Einmal schläft Maggie sogar, übernächtigt und mit viel Restalkohol im Blut, beim Verhör ein, und riskiert die Flucht des Verdächtigen, der aber durch seine Nahrungsverweigerung in der Untersuchungshaft viel zu schwach ist, um abzuhauen Doch eines Tages erinnert Maggie sich: Sie ist Chris schon einmal begegnet. In einem Moment größter Qual, sind sich Maggie und Chris schon einmal über den Weg gelaufen. Mit dieser Erinnerung wächst auch Maggies Interesse an dem Fall und es gibt eine Ahnung, dass eine tiefliegendere Verbindung zwischen den beiden existiert.

Maggie und Chris beginnen, miteinander zu sprechen, sich gegenseitig ihre Geschichte quid pro quo zu erzählen. Und so schält sich nach und nach in eleganten Erzählellipsen und auf verschiedenen Zeitebenen, die Geschichte um Maggie, ihren Mann, ihre Tochter und ihren Kollegen Roland (Devid Striesow) auf der einen Seite und die Geschichte von Chris, Jenjira und Holger auf der anderen Seite heraus.

Dass Maggie und Chris sich über die Gespräche näher kommen, ist kein Zufall: Beide haben die zerstörerische Kraft der Liebe am eigenen Leib erfahren. Doch während Maggie ihre Vergangenheit, die Suche nach dem verschwundenen Ehemann – die vor ein paar Jahren aus einem kaum fassbaren Grund aufhörte – und ihre daraus resultierende Verzweiflung immer mehr auf den Tisch legt, erkennt sie Chris’ Motive nur zögerlich: Was ist der wahre Grund für seine illegalen Kinderhändlertätigkeiten? Warum wurde ein toter Mann in Chris` Wohnung gefunden? Wieso verweigert Chris im Polizeigewahrsam die Nahrung, und zählt die Tage seiner Untersuchungshaft? Und vor allem: Wo ist Jenjira?

Am Ende wählt Maggie ihre letzte Waffe: Sie offenbart sich Chris ohne jeden Rückhalt, in dem sie ihm erzählt, was damals an dem Tag geschah, an dem es so geregnet hat und an dem sie sich zum ersten Mal begegnet sind. Sie erzählt ihm von dem ungeheuerlichen Geständnis, dass Roland ihr an diesem Tag machte und bei dem ein Schmerz zum Vorschein kam, den sie nicht auf der Rechnung hatte. Im Gegenzug offenbart auch Chris sich endlich und führt Maggie an den Ort, an den er nie zurückkehren wollte...

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